BASLER KANTONALBANK ANGESTELLE BRINGEN GELD IN DIE SCHWEIZ

Es ist manchmal lehrreich, ältere Zeitungstexte  nochmals durchzulesen. So der Text vom 12.12.2012 im Tages-Anzeiger.

Hier beschreibt der recherchierende Journalist B. Schletti, wie Angestellte der Basler Kantonalbank Gelder aus Deutschland in die Schweiz life transferierten.

Bei einem Treffen in Deutschland mit Hans Ringger (Chef des Private-Banking-Ablegers der BKB), inzwischen entlassen als Folge der ASE-Betrugsaffäre, ferner UW ein Zürcher Rechtsanwalt

und Spezialist für Stiftungskonstrukte, und die Kundschaft, eine Dame der deutschen Modebranche.

Die Kundschaft war zum Essen geladen und übergab 200.000 D-Mark dem Banker Ringger, damit dieser das Geld in der Folge

ihrem Kundenkonto in der Schweiz gutschreibe. Die BKB weist darauf hin, dass man seit 2007  „aus Sicherheitsgründen“ dies nicht

mehr mache.

Im Jahr 2000 war in der Schweizer Bankenwelt ein anderes Berufsethos angesagt. In Jeans gingen die Kundenberater der Schweizer Banken auf

Reisen. Die Annahme von Geldern im Ausland sei zwar nicht grundsätzlich verboten gewesen, solange sie nicht der Geldwäsche diente.

Den honorigen, gut betuchten Kunden konnte, wollte, durfte man keine Geldwäsche unterstellen. Nur aus deutscher Sicht geht es um Beihilfe zur Steuerhinterziehung

und sei deshalb sicher illegal gewesen.

Der Besuch in Deutschland war sicher kein Einzelfall, sondern Methode mit System der meisten grossen Schweizer Banken. Dass ein solches Gebaren nicht

ohne das Wissen der Geschäftsleitung möglich gewesen ist, liegt auf der Hand.

Ein Mitarbeiter der BKB hat den Leiter der Rechtsabteilung, Chr. Schöniger, auf den geschilderten Fall

aufmerksam gemacht. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass das Vorgehen als „aktive Beihilfe“ zur Kapitalflucht  zu qualifizieren sei.

Artikel 7 der Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken VSB hält dies so fest.

Schöniger ist inzwischen in die Geschäftsleitung der BKB aufgestiegen und dort verantwortlich für die Bereiche Recht und Risiken. Die

Frage, wie er auf den Fall vom Oktober 2001 reagiert hatte, will die BKB nicht beantworten.

Nicht erwähnt werden muss, dass die Basler Kantonalbank dem Kanton gehört und unter diesem Blickwinkel eine

„Staatsbank“ ist. Aus diesem Grund umso mehr nicht nachvollziehbar, wie solche Praktiken zur Tagesordnung gehörten.

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